Unser blonder Engel Markus wurde am 09.03.1987 geboren.
Er kam sowohl geistig, als auch körperlich behindert zur Welt. Trotz seiner Behinderung besuchte er den normalen Kindergarten bei uns im Ort. Dort gefiel es ihm sehr gut, da er nun auch Kontakt zu anderen Kindern in seinem Alter und Umfeld bekam und von diesen auch als Freund akzeptiert wurde.
Mit 7 Jahren wurde er in die Schule für geistig- sowie mehrfach-behinderte Kinder
und Jugendliche eingeschult. Dort lernten die Kinder nicht streng nach einem vorgegebenen Muster, sondern eher spielerisch und die Gemeinschaft u ntereinander stand immer im Vordergrund. Markus besuchte diese Schule
sehr gerne, da er dort auch viele Freunde hatte.Im Alter von 8 Jahren schlich sich langsam seine Epilepsie ein, deshalb waren
immer wieder Klinikaufenthalte erforderlich, um die erforderlichen Medikamente gegen diese Krankheit neu einzustellen. Dies erwies sich als immer schwieriger, doch er blieb dabei stets tapfer und stark. Selbst die Ärzte bewunderten seine Stärke. Er klagte fast nie und auch seine fröhliche und zugängliche Art legte er nicht ab. Auch wenn es ihm immer so weh tat, weg von zu Hause zu sein und weg von seinen Freunden von der Schule. Um so größer war dann allerdings seine Freude bei der Rückkehr.Im April 2000 wurde er mit seinen Mitschülern konfirmiert. Er genoss es mit seinen Freunden im Mittelpunkt der Kirche zu stehen. Ab diesem Zeitraum zog es ihn auch immer öfter in den Gottesdienst.
Im November 2004 bekam er einen starken Husten. Wir wussten dass dieser Husten sein schwaches Herz stark belastet, allerdings nicht, dass es so schlimm enden wird. Sein Husten verschlimmerte sich mehr und mehr, so dass er am 10. Februar 2005 auf Verdacht einer Lungenentzündung in die Kinder-Intensiv-Station eingeliefert wurde. Im Krankenhaus baute er immer mehr ab, dennoch sagte er am Samstag noch zu mir dass er morgen in die Schule wolle. Wir scherzten und ich sagte weißt du nicht dass morgen Sonntag ist und da keine Schule ist? Du musst erst mal gesund werden, dann darfst du wieder in die Schule. Jedoch wurde sein Zustand noch schlimmer, weshalb er an das Beatmungsgerät kam, das er so hasste. Nie hatte er sich bei Behandlungen gewehrt, doch dieses Gerät zog er immer von seinem Gesicht weg.
Am Mittwoch, 16.02.2005 wollte er mit mir noch UNO spielen, leider konnte ich ihm diesen letzten Wunsch nicht mehr erfüllen. Ich las ihm den ganzen Tag Bücher vor. Die Nacht hielt er noch durch, doch am nächsten morgen hörte sein tapferes Herz auf zu schlagen.
Nun ist er im Paradies ohne Leiden mit täglichem Sonnenschein!